Iudaea Provincia

Wie bei den Postkarten erwähnt entstand diese Karte während der Recherche für die Partherreich/Orient in römischer Zeit Wandkarte aus dem Wunsch jenes historisch signifikante Territorium detaillierter abdecken zu können. Letztendlich wurde sie als Postkarte im Format DIN A6 veröffentlicht.

Bei Betrachtung auf einem großen PC Bildschirm fällt der etwas grobkörnige Hintergrund ins Auge, welcher in DIN A6 noch ein ordentliches Ergebnis brachte. Der Effekt wird vor allem durch den zu niedrig aufgelösten Landclass Layer bedingt. Diesen möchte ich mittelfristig durch ein höher aufgelöstes Bild, ähnlich dem welches bei der Ägypten Karte Verwendung fand, ersetzen. Auch im Bereich der Nabatäer, welche nicht im Fokus der Karte standen, möchte ich noch Ergänzungen vornehmen.  

Landkarte Judäa
Die erste Provinz judäa

Unter Römischer Herrschaft unterlief das Gebiet einen tiefgreifenden Wandel, vom größtenteils jüdischen Königreich Herodes des Großen, über die beiden Jüdischen Kriege und der Zerstörung des Tempels, hin zur Provinz Syria Palaestina, wie sie auf unserer großen Imperium Romanum Karte abgebildet ist.

 

Die vorliegende Karte zeigt die erste Phase der direkten römischen Verwaltung. Nach dem Tod des Herodes im Jahre 4 v. Chr. wurde dessen Reich aufgeteilt. Die Griechischen Städte Hippos, Gadara und Gaza wurde der Provinz Syrien angeschlossen, zu welcher bereits die stark hellenisierte Enklave der Decapolis gehörte, der Rest in die herodianische Tetrarchie überführt. Archelaos erhielt als Ethnarch dessen Kernland zur Herrschaft übertragen, das eigentliche Iudaea, Samaria, sowie Idumaea, dem Herkunftsland der Dynastie. Herodes Antipas erhielt als Tetrarch Galilaea und Peraea mit Festung Machaerus, während Philippos die außenliegenden gebiete der Gaulanitits, Batanaea, Trachonitits und Auranitis erhielt. Archelaos wurde schon 6 n. Chr. von Kaiser Augustus abgesetzt, und sein Anteil in die römische Provinz Iudaea umgewandelt. Diese war einen ritterlichen Präfekten mit Sitz, in der von Herodes gegründeten Stadt, Caesarea unterstellt, der wiederum dem Statthalter von Syrien untergeordnet war.

 Diese Einteilung werte einige Jahrzehnte bis zum Tod des Philippos im Jahr 33/34. In dieser Zeit gründeten die Tetrarchen die Städte Tiberias in Galilaea, Iulias, an Stelle des alten Dorfes Bethsaida und Caesarea Phillipi, an Stelle von Panias, in der Unter-Gaulanitis, sowie Iulias/Livias in Peraea.

 Nach dem Tod des Philippos kam dessen Tetrarchie für einige Jahre unter römische Verwaltung und wurde der Provinz Syrien angeschlossen, um mit Regierungsbeginn von Kaiser Caligula allerdings Herodes Agrippa I., einem Enkel des Herodes, unterstellt zu werden. Dieser erhielt später auch noch die ehemalige Tetrarchie des Lysanias, um die Stadt Abila in Ituraea, die Tetrarchie des Antipas und nach dem Tod des Caligula vom neuen Kaiser Claudius im Jahr 41 n. Chr. auch das Gebiet der Provinz Iudaea übertragen, so das für kurze Zeit nahezu das Gesamte alte Königreich Herodes des Großen nochmal in einer Hand vereint war.

 

Der Nahe Osten jener Zeit war geprägt von einen nebeneinander griechischer Städte und einem weiten Netzwerk kleinerer und größerer Dörfern, von denen letztere sowohl im Aussehen als auch in der Funktion dem Bild einer Stadt entsprechen konnten.

 

Der sich selbst verwaltende Stadtstaat bildete die Grundlage der Organisation sowohl der Diadochenreiche als auch des Imperium Romanum. Seit der Zeit Alexanders des Große über 300 Jahre zuvor wurde viele der teils Jahrtausende alten Städte der Region nach dem Vorbild der griechischen Polis reorganisiert, bzw., neu Gegründet. Insbesondere die Territorien der alten Phönizierstädte konnten dabei gewaltige Flächen umfassen. So grenzten Sidon und Damascus irgendwo an den Hängen des Hermon-Massivs aneinander, während das Heiligtum von Heliopolis mit einem großen Teil der heutigen Bekaa Ebene zu Berytus gehörte, das von Augustus als Römische Kolonie reorganisiert worden war.

 

Im Bergland um das Libanon, Antilibanon und Hermon Massiv nördlich des jüdisch dominierten Gebiets hatte sich im vorangegangenen unruhigen Jahrhundert seit dem Verfall des Seleukidenreichs ein ausgeprägtes Räuberunwesen entwickelt, das erst in der frühen Kaiserzeit wirksam eingeschränkt wurde. Gleichzeitig war es in zahlreiche klein räumige Herrschaftsbereiche zerfallen, von den einige, wie die sogenannte Tetrarchie des Lysanias um Abila oder Chalcis im Libannon, als Römische Klientelstaaten unter wechselnden Herrschern noch lange Zeit fortbestanden.

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